Schema, llms.txt und Co.: Was technisches GEO wirklich bringt

Wo ein neues Buzzword ist, sind die Wundermittel nicht weit. Rund um die KI-Suche werden gerade allerlei technische Tricks verkauft, mit denen man angeblich in jede ChatGPT-Antwort kommt. Zeit für eine ehrliche Sortierung: Was bringt wirklich etwas, was ist nette Kür, was ist Schlangenöl?

Fangen wir mit dem an, was zählt. Strukturierte Daten nach Schema.org sind kein Geheimtipp, sondern Grundausstattung. Sie sagen der Maschine in maschinenlesbarer Form, wer Sie sind, wo Sie sitzen, was Sie anbieten und wer hinter dem Unternehmen steht. Google nutzt das seit Jahren, und auch KI-Systeme greifen auf diese Angaben zurück, wenn sie Entitäten einordnen. Eine Firma ohne saubere Organisations- und Leistungsdaten im Quellcode verschenkt den einfachsten Hebel von allen.

Dahinter kommt etwas Banales: Die Crawler müssen überhaupt hineindürfen. In der robots.txt entscheidet sich, ob GPTBot, ClaudeBot oder PerplexityBot Ihre Inhalte lesen können. Wir finden regelmäßig Websites, die diese Crawler aussperren, meist ohne dass es je jemand bewusst entschieden hätte. Wer in KI-Antworten vorkommen will, sollte diese Tür offen haben. Das ist eine Zeile Konfiguration und fünf Minuten Arbeit.

Und die viel diskutierte llms.txt? Hier wird es ehrlich gesagt ungemütlich für manche Verkäufer. Die Idee ist gut: eine kompakte Datei, die Sprachmodellen die wichtigsten Seiten und Fakten einer Website serviert. Nur ist die Unterstützung durch die großen Anbieter bislang uneinheitlich. Wir legen die Datei trotzdem an, denn sie kostet nichts, schadet nicht und dokumentiert die eigenen Kernfakten an einem Ort. Aber wer Ihnen llms.txt als Durchbruch verkauft, übertreibt. Es ist ein Baustein, kein Fundament.

Bleibt der Punkt, der am häufigsten übersehen wird: Die Inhalte selbst müssen ohne Umwege lesbar sein. Zahlen, die erst ein Skript in die Seite rechnet, Texte in Bildern, wichtige Fakten hinter Klick-Elementen, all das können viele KI-Crawler schlicht nicht sehen. Was der Crawler nicht liest, kann das Modell nicht zitieren. Der Test ist simpel: Quelltext öffnen und prüfen, ob die entscheidenden Aussagen dort als Text stehen.

Sie merken schon, technisches GEO ist wenig glamourös. Es ist Aufräumarbeit. Aber sie entscheidet darüber, ob die inhaltliche Arbeit überhaupt ankommt.

Bei Matrixe gehört dieser technische Unterbau zu jedem GEO-Projekt, bevor wir über Content und Erwähnungen sprechen. Und weil wir nichts verkaufen, was wir selbst nicht nutzen: Schema, Crawler-Freigaben und llms.txt finden Sie auf unserer eigenen Website, zum Nachschauen im Quelltext. Als GEO Agentur aus Leipzig sagen wir Ihnen auch offen, welche Maßnahme sich bei Ihnen lohnt und welche nicht. Fragen kostet nichts, ein kurzer Blick auf Ihre Website genügt für eine erste ehrliche Einschätzung.


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